Google Analytics erhält großes Update mit 4 neuen Funktionen, die Marketingentscheidungen verbessern und einen besseren ROI erzielen sollen

Googles Tracking Tool Analytics ist mit weitem Abstand Marktführer bei der Webanalyse.

Jetzt liefert Google eine neue Version von Analytics. Schon im vergangenen Jahr hatte Google App + Web Property Updates in die Beta-Version gebracht und darauf basierend wurde nun die neue Analytics-Version ausgerollt. Sie fokussiert vor allem Machine-Learning-Mechanismen, um schnell Informationen zur Geschäftsentwicklung und Kundenverhalten zu liefern.

Dabei ist Analytics ab sofort laut Google „von Natur aus datenschutzorientiert“, sodass Unternehmen auf Google Analytics setzen können, selbst „wenn Änderungen in der Branche wie Einschränkungen bei Cookies und Identifiern“ zu weniger Daten bei ihnen führen sollten.

4 neue Funktionen in Google Analytics

  1. Smarte Insights, die maschinelles Lernen nutzen, um Trends zu erkennen
  2. Tiefere Integration mit Google Ads.
  3. Kundenzentrierte Datenmessung
  4. Granularere Datenkontrollen

In einer Ankündigung zitiert Google eine Studie, aus der hervorgeht, dass es für Marketingmanager derzeit schwierig ist, einen vollständigen Überblick über die Kunden zu erhalten und wirklich nützliche Erkenntnisse aus ihren Daten zu gewinnen.

Googles Analytics Update adressiert diese Probleme, indem es Vermarktern die Daten zur Verfügung stellt, die sie benötigen, um den ROI zu verbessern und den langfristigen Erfolg ihrer Marketingmaßnahmen verfolgen.

“Um Ihnen dabei zu helfen, langfristig einen besseren ROI aus Ihrem Marketing zu erzielen, erstellen wir ein neues, intelligenteres Google Analytics, das auf dem Fundament der App + Web-Eigenschaft aufbaut, die wir letztes Jahr in der Beta-Version eingeführt haben.

Das Kernstück ist das maschinelle Lernen, das automatisch hilfreiche Erkenntnisse an die Oberfläche bringt und Ihnen ein vollständiges Verständnis Ihrer Kunden über Geräte und Plattformen hinweg vermittelt.”

Google

Smartere Insights, die maschinelles Lernen nutzen, um Trends zu erkennen

Google Analytics ist nun in der Lage, Vermarkter auf wichtige Entwicklungen und Trends in ihren Daten aufmerksam zu machen. Dies wird durch die Nutzung der bestehenden Google-Modelle für maschinelles Lernen ermöglicht.

Beispielsweise kann Google Analytics Website-Daten verwenden, um Produkte zu identifizieren, deren Nachfrage aufgrund neuer Kundenbedürfnisse steigt.

Diese Fähigkeiten können Marketingexperten dabei helfen, sowohl proaktiv als auch reaktiv zu agieren, indem sie zukünftige Aktionen der Kunden vorhersagen können.

Im Laufe der Zeit werden neue prädiktive Metriken hinzugefügt, wie z.B. die Schätzung des potenziellen Umsatzes, den Vermarkter mit einer definierten Gruppe von Kunden erzielen können oder die Schätzung der zukünftigen Churnrate für ein bestimmtes Produkt.

Mit diesen Daten können Marketer dann individuelle Zielgruppen anlegen, um ihre besten Kundengruppen ohne Streuverluste zu erreichen

Tiefere Integration von Google Ads

Wenig überraschend bedeutet die neue Version von Google Analytics vor allem auch eine tiefere Integration Google Analytics und Google Ads. Ist Google Ads doch nach wie vor der wichtigste Umsatzbringer für Google.

Benutzerdefinierter Zielgruppen auf der Grundlage von Google Analytics-Daten können zu Ausrichtung der Anzeigen mit Google Ads verwendet werden.

“Mit den neuen Integrationen von Google Ads in Analytics wird es einfacher, Daten zu nutzen um den ROI Ihres Marketings zu verbessern.

Eine tiefere Integration mit Google Ads ermöglicht es Ihnen beispielsweise, Zielgruppen zu schaffen, um Ihren Kunden eine relevanteren und hilfreicheren Nutzererfahrungen zu bieten.”

Google

Google Analytics misst jetzt die Interaktionen im Web und in Anwendungen, d. h. es kann über Konversionen berichten, wie z. B. YouTube engagierte Ansichten, die in der Anwendung und im Web stattfinden.

Marketingexperten haben jetzt eine ganzheitlichere Sicht auf ihre Ergebnisse mit der Möglichkeit, die Konvertierungen von YouTube-Videoansichten, bezahlten Google- und Nicht-Google-Kanälen, Google-Suche, sozialen Medien und E-Mails anzuzeigen.

Kundenzentrierte Daten

Google Analytics hat sich von einer nach Gerät oder Plattform fragmentierten Messung zu einer kundenzentrierten Messung entwickelt.

„Das neue Analytics bietet kundenzentrierte Messungen, anstatt Messungen nach Gerät oder Plattform zu fragmentieren“, erklärt Vidhya Srinivasan, Googles Vizechefin für den Analytics-Bereich. Dazu kombiniert Google verschiedene Identifikationsmerkmale, wie von Seiten- und App-Betreibern vergebene Nutzer-IDs oder Google-eigene Daten von Nutzerinnen und Nutzern, die personalisierte Werbung aktiviert haben.

Auch diese Änderung soll Marketingexperten einen vollständigeren Überblick darüber geben, wie Kunden mit einem Unternehmen interagieren.

Jetzt können Vermarkter zum Beispiel sehen, ob Kunden zuerst über eine Anzeige im Internet auf ein Unternehmen aufmerksam geworden sind und später einen Kauf über die App des Unternehmens abgeschlossen haben.

Langfristig können Vermarkter ein besseres Verständnis des gesamten Kundenlebenszyklus gewinnen – von der Akquisition über die Konvertierung bis hin zur Kundenbindung.

„Auf der Grundlage Ihres Feedbacks haben wir die Berichterstattung vereinfacht und neu organisiert, so dass Sie intuitiv Marketing-Einblicke finden können, die auf dem Teil der Kundenreise basieren, der Sie interessiert.

Beispielsweise können Sie im Bericht zur Benutzerakquise sehen, über welche Kanäle neue Kunden gewonnen werden, und dann die Berichte zu Engagement und Kundenbindung verwenden, um zu verstehen, welche Maßnahmen diese Kunden ergreifen und ob sie nach der Konvertierung noch da sind.”

Google

Neue Herangehensweise an die Sammlung und Aufbewahrung von Nutzerdaten

Google Analytics bietet jetzt detailliertere Datenkontrollen, mit denen Marketingexperten verwalten können, wie die Daten gesammelt und aufbewahrt werden. Diese Steuerelemente können auch verwendet werden, um festzulegen, wie Daten für Werbung verwendet werden sollen.

Marketingexperten können wählen, wann sie Kundendaten zur Optimierung von Anzeigen verwenden und wann sie die Datennutzung auf Messungen beschränken. Google weist darauf hin, dass diese Optionen Vermarktern dabei helfen können, sich auf eine mögliche Zukunft mit eingeschränkten Cookies oder Identifikatoren einzustellen.

“Google verwendet einen flexiblen Messungsansatz und wird in Zukunft auch Modellierungen vornehmen, um die Lücken zu schließen, in denen die Daten möglicherweise unvollständig sind.

Das bedeutet, dass Sie sich darauf verlassen können, dass Google Analytics Ihnen dabei hilft, Ihre Marketingergebnisse zu messen und die Kundenbedürfnisse jetzt zu erfüllen, während Sie durch die Erholung navigieren und in der Zukunft mit Unsicherheiten konfrontiert sind.”

Google

So verwenden Sie diese neuen Funktionen in Google Analytics

Was Google als “neues” Analytics bezeichnet, ist jetzt der Standard für neue Propertys. Google wird nicht mehr in die alte Version von GA investieren.

Da Marketer ihr Setup nicht von heute auf morgen ändern werden, macht es für die meisten Unternehmen Sinn, eine neue Analytics 4 Property (vorher Web + App Property) parallel zu den bereits vorhandenen Properties zu erstellen. So bleiben die aktuellen Implementationen in Analytics intakt, während die Marketer gleichzeitig von den Features und Datenverarbeitungsoptionen der neuen Version profitieren und sich in das neue Google Analytics einarbeiten können.

Google Analytics rüstet sich für eine Welt ohne Tracking-Cookies

Das klassische User-Tracking ist ein Auslaufmodell und es ist noch unklar, welche Alternative sich im Web langfristig durchsetzen werden und wie belastbar die daraus resultierende Datenbasis sein wird. Auch darauf will Google mit seinen Machine-Learning-Algorithmen reagieren. Entsprechend trainierte ML-Modelle sollen in Zukunft Datenlücken auffüllen, damit Marketer weiterhin ein umfassendes Bild Ihrer Zielgruppe erhalten.

Die Machine-Learning-Modelle sollen in der Lage sein, mit ausreichender Genauigkeit Conversionen über verschiedene Geräte hinweg zu erfassen, auch wenn eine direkte Zuschreibung zu einem einzelnen Nutzer nicht mehr möglich ist. Dazu verwendet Google auch den neuen Google Consent Mode.

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